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Harald Löhlein
Der Paritätische Gesamtverband
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Die Gewinnerinnen und Gewinner des Videowettbewerbs "Deine Stimme ist gefragt"

Den ersten Platz errang der Integrationsverein Leipzig, Brücke der Kulturen e. V. In der Haupt-rolle ist Diana Vachtchenko zu sehen. Infos zum Verein gibt es auf www.m-ost.eu.

 

Auf Platz zwei kam die Ruhrwerkstatt, Kultur – Arbeit im Revier e. V. mit einem Musikvideo mit dem Titel „Schritt in die Zukunft“ Mitwirkende: Marko Arnold, Tanja Akgündüz, Aziz Sausan, Kamein Senada, Ugur Artunc Kazan und Seiver Ajadari. Internet-Präsenz: www.ruhrwerkstatt.de



Bildungsinitiative des Forums der Migrantinnen und Migranten (FdM) im Paritätischen

Worum geht es?

In kaum einem anderen europäischen Land ist der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg so eng verknüpft wie in Deutschland. Das deutsche Schulsystem fördert die soziale Segregation und reproduziert soziale Ungleichheit. Davon sind insbesondere Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte betroffen. Dies spiegelt sich u.a. in deren - in Relation zum Bevölkerungsanteil weit unterdurchschnittlichen - Anteil an höheren Bildungsabschlüssen wie dem Abitur wider.

Die Kultusministerkonferenz hat im Nationalen Integrationsplan der Bundesregierung im Jahr 2007 ihre Bemühungen angekündigt, die Bildungsabschlüsse von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund innerhalb von 5 Jahren anzugleichen. Das wäre bis 2012 ein ehrgeiziges Ziel!

Wir ergreifen die Initiative!

Im Nationalen Integrationsplan der Bundesregierung wird die Bedeutung von  Migrantenselbstorganisationen als wichtige Partner im Integrationsprozess anerkannt. Dies gilt insbesondere auch für den Bildungsbereich. Daran anknüpfend verfolgt das „Forum der Migrantinnen und Migranten“ im Paritätischen mit der Initiative das Ziel, einen Beitrag dazu zu leisten, dass mehr junge Menschen mit Migrationshintergrund das Abitur erwerben und studieren. Dazu sollen gemeinsam mit anderen Partnern zentrale Aspekte der Bildungsdiskussion aufgegriffen sowie konkrete Unterstützungsmöglichkeiten entwickelt bzw. verbreitet werden. Die Potentiale von Migrantenselbstorganisationen sollen im Hinblick auf das Leitziel „mehr AbiturientInnen und Studierende mit Migrationshintergrund“ in der und durch die Initiative genutzt und ausgebaut werden.

Abitur und Studium im Fokus der Initiative: Warum?

Angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen müssen alle Menschen in Deutschland möglichst gut ausgebildet werden – auch junge Menschen mit Migrationshintergrund. Bei ihnen lediglich die Verhinderung von Schulabbrüchen oder die Erlangung von Hauptschulabschlüssen als Ziel zu formulieren, wird den Bedarfen der Gesellschaft, vor allem den Potentialen vieler Migrantinnen und Migranten, nicht gerecht. Vielmehr muss von Anfang an für alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland die Möglichkeit zum Erwerb eines höheren Bildungsabschlusses geschaffen werden.

Darüber hinaus werden Bildungschancen „vererbt“: Machen mehr junge Menschen mit Migrationsgeschichte das Abitur und studieren, profitieren später deren Kindern davon und damit wiederum die Gesamtgesellschaft.

Die Initiative fügt sich insgesamt ein in das gesamtgesellschaftliche Ziel, den Anteil der SchülerInnen mit Abitur sowie der Studierenden und Uni-AbsolventInnen zu erhöhen, um so dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen.

Laufzeit der Initiative

Die Initiative soll bis 2012 laufen, in Anlehnung an das Ziel der Kultusministerkonferenz - nämlich bis 2012 die Bildungsabschlüsse von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund anzugleichen. Dann soll Bilanz gezogen werden!