
Unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan

Bildungsinitiative "AB In die Zukunft" - Podiumsdiskussion in Würzburg
Im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2010 veranstaltet der Paritätische in Unterfranken am Dienstag, den 19. Oktober 2010, von 17.00 bis 19.00 Uhr eine Podiumsdiskussion zur Bildungsinitiative "AB In die Zukunft" des Forums der Migrantinnen und Migranten im Paritätischen.
Am 1. Oktober 2010 findet in Wuppertal der Elternkongress des Projektes MIGELO unter dem Motto "Elternorganisationen: Netzwerke und Tandemprojekte zur Integration" statt.
Die Bildungsinitiative "AB In die Zukunft" beteiligt sich!
Das Themenheft DJI Bulletin "Die soziale Seite der Bildung
Wie benachteiligte Kinder und Jugendliche in Deutschland gefördert werden: Eine Analyse anlässlich der Prognosen im Nationalen Bildungsbericht 2010" des Deutschen Jugendinstituts ist erschienen!
Der
Bericht "Bildungschancen von Migrantinnen und Migranten: Fakten – Interpretationen – Schlussfolgerungen" ist ONLINE!
In dem Bericht finden Sie einige zentrale Daten und Fakten zur Bildungsbeteiligung von Kindern und Jugendliche mit Migrationshintergrund, die Erläuterung einige der zentralen Ursachen für die unbefriedigende Bildungssituation dieser Gruppe und schließlich die Schlussfolgerungen, die sich aus dieser Analyse ergeben. Im Anhang finden sich weitere Daten, Fakten und Hinweise auf weiterführende Literatur und Links.
Sergio Cortés
Der Paritätische Gesamtverband
Oranienburger Str. 13-14
10178 Berlin
Tel.: 030 / 246 36 - 437
qmo(at)paritaet.org
Harald Löhlein
Der Paritätische Gesamtverband
Oranienburger Str. 13-14
10178 Berlin
Tel.: 030 / 246 36 – 330
fluechtlingshilfe(at)paritaet.org
Bildungsinitiative des Forums der Migrantinnen und Migranten (FdM) im Paritätischen Gesamtverband
Worum geht es?
In kaum einem europäischen Land ist der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg so eng wie in Deutschland. Das deutsche Schulsystem fördert die soziale Segregation und reproduziert soziale Ungleichheit. Davon sind insbesondere Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund betroffen. Dies spiegelt sich u.a. in der in Relation zum Bevölkerungsanteil weit unterdurchschnittlichen Beteiligung an höheren Bildungsabschlüssen wie dem Abitur wider.
Die Kultusministerkonferenz hat im Nationalen Integrationsplan der Bundesregierung (2007) zugesagt, sich dafür einzusetzen, dass sich die Bildungsabschlüsse von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund innerhalb von 5 Jahren angleichen. Das wäre bis 2012 ein ehrgeiziges Ziel!
Wir ergreifen die Initiative!
Im Nationalen Integrationsplan der Bundesregierung wird die Bedeutung von Migrantenselbstorganisationen als wichtige Partner im Integrationsprozess anerkannt. Dies gilt insbesondere auch für den Bildungsbereich. Daran anknüpfend verfolgt das „Forum der Migrantinnen und Migranten“ im Paritätischen mit der Initiative das Ziel, einen Beitrag dazu zu leisten, dass mehr junge Menschen mit Migrationshintergrund das Abitur absolvieren und studieren. Dazu sollen gemeinsam mit anderen Partnern zentrale Aspekte der Bildungsdiskussion aufgegriffen sowie konkrete Unterstützungsmöglichkeiten entwickelt bzw. verbreitet werden. Die Potentiale von Migrantenselbstorganisationen sollen im Hinblick auf das Leitziel „mehr AbiturientInnen und Studierende mit Migrationshintergrund“ in der und durch die Initiative genutzt und ausgebaut werden.
Abitur und Studium im Fokus der Initiative: Warum?
Angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen müssen alle Menschen in Deutschland möglichst gut ausgebildet werden – auch junge Menschen mit Migrationshintergrund. Bei ihnen lediglich die Verhinderung von Schulabbrüchen oder die Erlangung von Hauptschulabschlüssen als Ziel zu formulieren wird den Bedarfen der Gesellschaft, vor allem den Potentialen vieler Migrantinnen und Migranten nicht gerecht. Vielmehr muss von Anfang an für alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland die Möglichkeit auf einen höheren Bildungsabschluss eröffnet werden.
zudem werden Bildungschancen „vererbt“. Erreichen mehr junge Menschen mit Migrationshintergrund das Abitur und studieren, profitieren später deren Kindern davon und damit wiederum die Gesamtgesellschaft.
Die Initiative fügt sich insgesamt ein in das gesamtgesellschaftliche Ziel, den Anteil der SchülerInnen mit Abitur sowie der Studierenden und Uni-AbsolventInnen zu erhöhen, um so dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen.
Laufzeit der Initiative
Die Initiative soll bis 2012 laufen, in Anlehnung an das Ziel der Kultusministerkonferenz: Nämlich bis 2012 die Bildungsabschlüsse von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund anzugleichen. Dann soll Bilanz gezogen werden!